Es gibt keine innovativere Branche als die der erneuerbaren Energien. Visionen von gestern werden zu Produkten und Dienstleistungen von heute, die morgen bereits überholt sind. Dies berührt unsere Kunden ebenso wie uns selbst. Diese innovativen Projekte durchzuführen bedarf einer besonderen Erfahrung und Vorgehensweise um Optionen für die Zukunft zu bieten. Eine exakte Analyse der Bedürfnisse und Gegebenheiten sowie die genaue Definition der notwendigen Maßnahmen unter Einbindung aller beteiligten Anwender. Nur so wird Akzeptanz und ein hoher Nutzungsgrad erreicht, der die getätigten Investitionen rechtfertigt und in einem spürbaren Mehrwert für den Kunden endet. Eine Binsenweisheit ? Inzwischen vielleicht. Sie wird jedoch - leider - in der Praxis zu oft vernachlässigt.

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Die Dachmontage stellt die häufigste Form der Installation dar. Insbesondere die Variante der Aufdachmontage ist sehr beliebt, da sie nachträglich bei fast allen Dachformen möglich ist. Hierbei bleibt die vorhandene Dacheindeckung bestehen und wird nur zum Zwecke der Befestigung des Trägersystems punktuell angepasst. Das Montagesystem besteht hierbei aus drei Hauptkomponenten. Diese sind die Dachbefestigung, die Tragschienen und die Modulbefestigungen. Je nach lokalen Erfordernissen wird das Tragschienensystem als einlagiges System oder als zweilagiges Kreuzschienensystem ausgebildet. Das Kreuzschienensystem kann statisch optimaler ausgelegt werden und gewährleistet, dass die Montagepunkte der Module exakt eingehalten werden können (das Einhalten der Montagepunkte ist maßgeblich für die Modulgarantie). Leider ist das Kreuzschienensystem deutlich material- und montageintensiver.

Wie schon erwähnt ist die Modulbefestigung am Tragesystem keineswegs trivial. Bei der Majorität der Photovoltaikanlagen sind die Module punktförmig geklemmt. Dabei ist es sehr wichtig, die vom Modulhersteller vorgegebenen Montagepunkte zu beachten.
Alternativ zur punktuellen Befestigung ist die linienförmige Klemmung der Module möglich. Vorteilhaft sind die ansprechende Optik, die z.T. durch Deckleisten nochmals gefälliger wirkt und die einfachere Montage, da hier die Module abrutschsicher in die Profile eingelegt werden können und nicht einzeln ausgerichtet werden. Die Ausrichtung der Module ist indirekt durch die Ausrichtung der Schienen vorgegeben. Die linienförmige Befestigung bedingt jedoch ein Kreuzschienensystem.

Wesentlich seltener als die Aufdachmontage ist die Indachmontage. Hierbei ersetzen die Photovoltaikmodule die klassische Dacheindeckung. Die Module übernehmen zusätzlich zur Stromerzeugung die Funktion des Wetterschutzes und sind optisch sehr gefällig. Die Indachmontage ist systembedingt deutlich aufwändiger als die Aufdachmontage. Die Mehrkosten werden jedoch durch Wegfall des üblichen Dachbelages teilweise kompensiert. Da dieser Kostenvorteil bei der nachträglichen Montage nicht vorhanden ist wird eine Indachmontage meist nicht gewählt, zudem die Indachsysteme durch eine schlechtere Kühlung (Hinterlüftung) meist verlustbehafteter arbeiten als vergleichbare Aufdachsysteme.